• Skilled (Kurzfilm), Regie: Raymond Boy, Rolle: Mädchen (Premiere am 15.01.2001)
• Wünsch dir was (Kurzfilm, 6 Minuten), Regie: Franziska Stünkel, Rolle: Schutzengel; Uraufführung bei den bei den Cannes im Rahmen von „Next Generation 2001“ der Export Union des Deutschen Films
Ein himmlisch ironischer Erklärungsversuchauf die bis jetzt unbeantwortete Frage warum man(n) es bei den Frauen so schwer hat.
Prädikat: Besonders wertvoll. Die Jury begründet die Prädikatsvergabe so: Dieser Film ist unterhaltsam und kinowirksam gestaltet. Die zugrunde liegende Idee ist witzig und wird originell durchgeführt. Besonders beeindruckt die optische Gestaltung, vor allem die Farbgebung, aber auch die sorgfältige Besetzung, Austattung und Kameraführung.
• Der Film auf der Seite der Deutschen Film- und Medienbewertung FBW
• Informationen bei citafilm.de
• Die innere Sicherheit, Regie: Christian Petzold, Rolle: Paulina (Premiere am 01.02.2001)
Seit 15 Jahren leben Clara und Hans im Untergrund. Als Staatsfeinde von der Polizei gejagt, müssen die beiden immer wieder über Nacht den Wohnort wechseln. Mit ihnen auf der Flucht ist ihre 15jährige Tochter Jeanne.
Auf den ersten Blick wirken sie wie eine ganz gewöhnliche Kleinfamilie: Clara (Barbara Auer), Hans (Richy Müller) und ihre 15jährige Tochter Jeanne (Julia Hummer). In einem portugiesischen Badeort bewohnen sie ein kleines Apartment nahe dem Meer. Irgendetwas aber scheint mit ihnen nicht zu stimmen. Eltern und Tochter meiden jeden Kontakt zu anderen Menschen. Der Grund: Hans und Clara befinden sich als ehemalige Terroristen auf der Flucht.
Seit 15 Jahren leben sie im Untergrund, wechseln ständig die Identität und den Wohnort. Ihr Leben erlaubt es nicht, dass sie Freundschaften schließen, denn die Polizei hat die Fahndung nach ihnen noch nicht aufgegeben – jeder Fremde könnte ein Spitzel sein. Auch Jeanne unterwirft sich mit eiserner Disziplin diesem Leben aus Lügen und Geheimniskrämerei. Während andere Mädchen ihres Alters Partys feiern, Freunde finden oder mit der Clique shoppen gehen, verbringt sie ihre Pubertät in Einsamkeit und sozialer Isolation. Bis sie sich in Portugal in den jungen Surftouristen Heinrich (Bilge Bingül) verliebt, den sie später in Deutschland wieder trifft. Auf einmal spürt sie, wie sehr sie ihre eigenen Bedürfnisse den Zwängen ihrer Eltern unterworfen hat. Sie beginnt, gegen die strikten Regeln aufzubegehren, trifft sich heimlich mit Heinrich, spielt mit dem Gedanken, ihre Eltern zu verlassen. Zugleich gerät das heranwachsende Mädchen dadurch in einen schweren Gewissens- und Loyalitätskonflikt, waren ihre Eltern doch 15 Jahre lang ihre einzigen Bezugspersonen. Für Hans und Clara wird der Boden in Europa derweil immer heißer, die Polizei hat ihre Spur aufgenommen. Fieberhaft bereiten sie ihre Flucht nach Südamerika vor. Ein letzter Banküberfall soll die Reise finanzieren. Doch die Situation gerät außer Kontrolle.
In „Die innere Sicherheit“ verarbeitet Christian Petzold, der inzwischen zu den wichtigsten Regisseuren des deutschen Kinos zählt, ein Stück deutsche Vergangenheit zu einem raffinierten Drama. Richy Müller und Barbara Auer liefern als getriebene Ex-Terroristen vielschichtige und bewegende Darstellerleistungen. Nicht minder beeindruckend ist Julia Hummer („Carlos – Der Schakal“), der in der Rolle der eigenwilligen Jeanne der große Durchbruch gelang.
Nach seiner Uraufführung bei den Filmfestspielen von Venedig erntete „Die innere Sicherheit“ begeisterte Kritiken und wurde unter anderem mit dem Deutschen Filmpreis in Gold, dem Hessischen Filmpreis und dem Preis der deutschen Filmkritik ausgezeichnet. Das Drehbuch schrieb Petzold gemeinsam mit dem renommierten Filmemacher und Künstler Harun Farocki. (Quelle: ARD Programmankümdigung vom 17.11.2011)
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